Qigong

Qigong heisst wörtlich übersetzt “Übung für die Energie” oder auch “Übung für den Lebensatem”. Qigong ist ein fester Bestandteil der chinesischen Medizin. In einfach zu erlernenden Bewegungen dehnt man den Körper sanft und entspannt dabei Muskulatur und Gewebe, genau wie beim Tai Chi Chuan.

Qigong-Praxistag im Herbst!
Im Herbst 2020 findet wieder unser traditioneller Qigong-Praxistag statt. Die Teilnahme ist auch für Anfänger geeignet. Diesesmal geht es um einen der zentralen Begriffe im Qigong, um das “Sinkenlassen - Loslassen“, chinesisch: “Song“. Zahlreiche spezielle Übungen, aber auch viele Tests und anschauliche Beispiele helfen, das Verständnis des Sinkenlassens im Qigong zu verinnerlichen.

Unsere schnelllebige Zeit ist geprägt von Aktivität, Hektik und Stress. Der energetische Schwerpunkt vieler Menschen steigt dabei immer höher, immer mehr in den Oberkörper! Die Folgen sind bekannt: Verspannungen, Unruhe, Nervosität, Bluthochdruck, stressbedingte Krankheiten am Herzen und den übrigen inneren Organen. Man verliert den Boden unter den Füßen, den Kontakt zu sich selbst.
Mit Qigong kann Ruhe einkehren, kann ein natürliches Sinken die aktiven Phasen unseres Alltags ausgleichen. Entspannung kann man lernen, jeden Tag ein bisschen mehr in Einklang kommen mit sich selbst und dem eigenen Leben.

Am Qigong-Praxis-Tag Herbst 2020 werden klassische und moderne Qigong-Übungsreihen unter Anleitung geübt. Die Entspannung von Körper und Geist ist dabei der Ausgangspunkt, um ein tiefes Verständnis von "Song" zu erlangen. Viele Begleitübungen ergänzen die klassische Qigong-Praxis, um sich dem Thema von verschiedenen Seiten her anzunähern. Übungen im Stehen, Gehen, Sitzen und Liegen wechseln sich auf kurzweilige Art und Weise ab. Wir laden Sie ein, die wohltuenden Wirkungen von Qigong selbst zu erfahren.
Entspannen, Bewegen, neue Energie tanken - einen ganzen Sonntag lang!

Termin wird demnächst bekanntgegeben, 10 - 18 Uhr

Voraussetzungen: Keine Kursleiter: Ilja Sibbor
Kursgebühr: 105 € (85 € für TCA-Mitglieder)

Anmeldung unter info@taichi-akademie.de !

Neu: Unsere Qigong-Videos mit verschiedenen Übungen gibt es in der Galerie...

 

Infostunden zum Qigong:

Unser Qigong-Kurs findet Dienstag um 19.00 Uhr, Donnerstag und Freitag um 20.30 Uhr statt. Kommen Sie doch einfach mal unverbindlich vorbei, informieren Sie sich und üben Sie gleich mit! Mit einem Monatsbeitrag können Sie alle Stunden dieses Kurses besuchen. Qigong können Sie auch sehr gut an unseren Wochenendkursen lernen, sehen Sie hierzu die Übersicht der Seminare...

Klassische Übungsreihen wie die “Acht Brokate” werden an der Tai Chi Akademie ebenso unterrichtet wie die Anwendung der Gesundheitsübungen im Alltag und am Arbeitsplatz.

Folgende Qigong-Stile umfassen das Angebot der Tai Chi Akademie:

· Acht Brokate-Qigong (Ba Duan Jin)

· 18 Übungen in Harmonie (Shi Ba Shi)

· 12 daoistische Übungen

· Dayan-Qigong

· Dao Yin & Daoistisches Yoga (Kai Men Yoga)

· Qigong-Gehen

· Qigong-Stehen (Zhan Zhuang)

· Neigong, Stilles Qigong und Meditation

Wer regelmässig Qigong übt, wird körperlich entspannt und dennoch kräftig, innerlich ruhig und gelassen. Durch die tiefe Atmung werden die Organe mit mehr Sauerstoff versorgt, der Körper wird von innen sanft massiert, das Lymphsystem aktiviert. Auch das Immunsystem und die inneren Kräfte werden dabei mobilisiert.

Acht-Brokate-Qigong

Eine der bekanntesten Übungsreihen des klassischen Qigong ist die Reihe der sogenannten Acht Brokate, chin. Ba Duan Jin. Die acht Übungen regulieren alle Hauptenergieleitbahnen und fördern innere Ruhe und Ausgeglichenheit. Die Atmung wird ruhig und tief, Schultern und Nacken entspannen und können gestautes Qi in die Mitte freigeben. Die Bezeichnung "Brokat-Qigong" soll den hohen gesundheitsfördernden und energetisierenden Wert der Übungen ausdrücken: wie kostbarster Brokatstoff, der früher nur den Königen und Adligen vorbehalten war, ist auch dieses Qigong von höchster Reinheit und außergewöhnlichem Wert. Manche Überlieferung zur Entstehung der Acht Brokate spricht gar von der Gnade der Götter, die den Menschen diese Übungen einst zur Erhaltung der Gesundheit und geistiger Klarheit gaben...

18 Übungen in Harmonie (Shi Ba Shi-Qigong)

Die 18 Übungen in Harmonie stellen eine Kombination von Tai Chi-Bewegungen und Qigong-Atemübungen dar. Sie harmonisieren den Qi-Fluss im Körper, beruhigen und entspannen den Geist, nähren die Zellen mit frischer Energie und stärken Gelenke, Muskeln und Organe. Shi Ba Shi-Qigong sind komplexer und anspruchsvoller als die Acht Brokate, was Koordination, Körperbeherrschung und Atemfluß betrifft. Alle 18 Übungen werden als Sequenz ohne Stopp hintereinander geübt, daher wird die Reihe gerne auch als Tai Chi-Qigong bezeichnet.

12 daoistische Übungen

Dynamisch und erfrischend sind die 24 daoistischen Entspannungsübungen, die den Körper kräftigen und Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich lösen.

Dayan-Qigong

Einzigartig ist das Dayan-Qigong, das in der Kunlun-Schule des Taoismus vor rund 1000 Jahren entwickelt wurde. Viele der Bewegungen orientieren sich an der außergewöhnlich starken Energie und Schönheit der Wildgans. Lesen Sie hier bald mehr dazu...

Dao Yin & Kai Men Yoga Flow

Wörtlich übersetzt heisst Dao Yin "Führen und Lenken", Kai Men bedeutet "Tore öffnen". Diese beiden Systeme gehören zusammen und verbinden Bewegung und Atmung miteinander. Der Begriff "Qigong" ist eine Schöpfung des 20. Jahrhunderts, davor wurden all jene Übungen, die wir heute Qigong nennen, als Dao Yin verstanden. Körperliche Übungen also, in deren Zentrum das Anregen und Regulieren des Energieflußes steht und nicht der Aufbau roher Muskelkraft. Die Dao Yin, die mit dem Kai Men Yoga kombiniert werden, sind sehr intensiv und wirken nachhaltig auf Energiefluß und Atmung.

Viele der Kai Men-Übungen praktiziert man im Sitzen und Liegen, einige der Positionen ähneln dem hinduistisch geprägten Hatha Yoga, daher bezeichnet man Kai Men auch gerne als daoistisches Yoga. Es hat im Gegensatz zu seinem indischen Pendant weich fliessende, sanft dehnende Bewegungen und kein Anhalten in anstrengenden Positionen. Daher ist Kai Men wesentlich schonender für Wirbelsäule und Gelenke.

Qigong-Gehen

Das Qigong-Gehen stammt aus der chinesischen Medizin und wird noch heute von chinesischen Ärzten therapiebegleitend "verordnet". Es wirkt sowohl energetisierend als auch meditativ beruhigend. Qigong-Gehen ist in Europa noch recht unbekannt, hat in China jedoch schon eine sehr lange Tradition. Es wird wegen seiner positiven Auswirkungen auf den Herz- und Blutkreislauf sowie das Lymphsystem geschätzt. Ausserdem stärkt Qigong-Gehen die Beine und entlastet so indirekt das Herz. Aus energetischer Sicht stabilisiert es den Nieren- und Blasenmeridian und deren Reflexpunkte an Fußsohle, Kniekehle und Lendenwirbelsäule.
Verschiedene Gangarten mit besonderen Armbewegungen stellen auch einen gewissen Anspruch an Koordination, Balance und Bewegungsgefühl. Fortgeschrittene Techniken mit Seit- und Rückwärtsschritten machen das System rund.

Qigong-Stehen (Zhan Zhuang)

Wenn das Qigong-Gehen für den Yang-Aspekt (Dynamik) des Qigong steht, so verkörpert das Qigong-Stehen den Yin-Aspekt (Ruhe). Weit über 200 verschiedene Standpositionen gibt es, doch sie haben alle ein Prinzip gemeinsam: die aufrechte Wirbelsäule. Qigong-Stehen vermittelt Stabilität, Erdung und Bodenhaftung. Doch auch wenn man "wie ein Fels steht", ist Qigong-Stehen nicht nur statisch. Stabil und doch leicht "wie ein Bambus im Wind", heisst es in den klassischen Schriften. Die Beine werden gestärkt, aber auch der Motorkortex im Gehirn angeregt und so die gesamte Motorik trainiert.

Neigong, Stilles Qigong und Meditation

Im Qigong der Inneren Praxis geht es darum, mit Hilfe der gerichteten Aufmerksamkeit das Qi zu lenken. Die äußerlich sichtbaren Bewegungen werden minimiert, extrem verlangsamt oder komplett nach innen verlagert. Dennoch ist auch diese Form des Qigong in erster Linie zur Gesundheitspflege entwickelt worden, da die tiefe Atmung und eine damit verbundene "Massage" der inneren Organe einen zentralen Stellenwert hat. Auch im Neigong sind Schultern und alle übrigen Gelenke gelöst, eine Aufrichtung der Wirbelsäule und die körperliche Entspannung eine Voraussetzung für das störungsfreie Fließen des Qi. Erst an zweiter Stelle steht die Lenkung des Geistes und quasi eine Vorbereitung für die Meditation. Lesen Sie mehr dazu hier...

Eine kurze unverbindliche Literaturliste zum Thema Qigong finden Sie hier...

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